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Dengeln & Wetzen

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Chronik   Anleitung zur Einstellung der Sense
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Im Jahre 1540 wurde am Pießlingbach das Sensenwerk Franz de Paul Schröckenfux gegründet. Dieses Werk ist seit mehr als 475 Jahren weltweit tätig und gehört heute zu den ältesten Industriebetrieben Oberösterreichs. Bei der Gründung der Sensenschmiede bearbeiteten die Meister mit ihren Gesellen mit Handhämmern das glühende Eisen, um es zu Sensen zu formen. Im 16. Jahrhundert waren es mutige und vorausschauende Werksbesitzer, die daran gingen, in Roßleithen wasserbetriebene Hämmer zu errichten. Mit dem starken Schlag des Wasserhammers ließ sich ein besseres, gleichmäßigeres Sensenblatt herstellen als durch mühsame Faustarbeit.
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Die neuen Sensen, die man bald wegen ihrer besseren Qualität die blauen Sensen nannte, traten ihren Siegeszug durch Europa an. Der Industrialisierung der Sensenerzeugung waren immer schon enge Grenzen gesetzt. Im Sensenwerk Schröckenfux wird Tradition mit Fortschritt verbunden. Die Sensenschmiede produziert auch heute noch mit hohem handwerklichem Können Qualitätssensen im neuzeitlichen Hammerwerk. Im Volksmund wurden früher die Hammerherren als die schwarzen Grafen bezeichnet. Viele Familien der schwarzen Grafen waren im 18. und 19. Jahrhundert zu großem Wohlstand gekommen. Im Jahre 1953 erfolgte in der Firma Schröckenfux die Gründung des Mähmesserwerkes zur Erzeugung von Mähmesserklingen und kompletten Mähmessern.

Die Sense 
Wer heutzutage mit einer Sense mäht, denkt nicht daran das er ein Werkzeug in Händen hält, dessen Entwicklungsgeschichte vor über 4000 Jahren begann. Werkzeuge und Geräte können ein Zeitfenster sein, durch welches wir heutzutage in die Vergangenheit schauen können. Erntegeräte aus der Guten alten Zeit vermitteln eindrucksvolle Einblicke in die Kulturgeschichte der Menschen. Daran ist zu denken wenn der rauschende Schnitt der Sense durch das taunasse Gras gleitet.
Während das Gras fällt, kommen wir zu der Erkenntnis, dass bei weitem nicht alle Errungenschaften der Technik die Menschheit auch wirklich weitergebracht haben.

Eine Sense ist leicht
Eine Sense ist locker und bequem zu handhaben
Eine Sense ist weit weniger gefährlich Tier und Mensch als die Motorsensen
Eine Sense verursacht keine Abgase und keinen Lärm
Eine Sense passt sich den jeweiligen Bodengegebenheiten leicht an
Eine Sense ist mindestens so schnell wie die Motorsense.

Der Wertewandel und die veränderte Einstellung zur Natur haben der Sense in den vergangen Jahren zu einer Renaissance verholfen.
 

FAQ zum Dengeln & Wetzen vom Sensenblatt

Uns erreichen häufig Fragen zu Dengeln & Wetzen, zu den Eigenschaften, zur Aufbewahrung, zur Schärfung und zur Pflege des Gartenwerkzeugs durch Dengeln & Wetzen. Daher beantworten wir hier Ihre häufig gestellte Fragen zu Dengeln & Wetzen.

Alle Blätter für Sensen werden gedengelt ausgeliefert. Bei Benutzung nimmt allerdings mehr oder weniger schnell die Schärfe ab, je nach dem was man schneidet und wie viel Sand etc. in der Wiese ist. Auch Ameisenhügel sind da nicht hilfreich. Es kann vorkommen, das alle 5-10 Minuten per Hand mit einem Wetzstein nachgeschärft werden muss. Aber wer sich eine Sense kauft, der muss wissen: Das Schärfen und Dengeln gehört zum Sensen dazu, wie das Tanken zum Autofahren!

Grobe Wetzsteine (z.B. 200ér Körnung) werden genommen, um etwas größere Unebenheiten abzuschleifen, wohin gegen feine Wetzsteine (z.B. 300ér oder 400ér oder höhere Körung) für das eigentliche Scharfwetzen genommen werden. Haben und benutzen sollten man beide Sorten.

Bei einem Flachamboss liegt das Sensen-Blatt mit dem Rücken und man schlägt mit der Hammerspitze (Finne) auf den Dengel, um das Material auszutreiben. Beim Spitzamboss ist es genau anders herum, da liegt das Rückenblatt oben und man schlägt mit der flachen Hammerseite auf den Dengel, um das Material auszutreiben. Auf dem Garten-Geschenke instagram Kanal zeigen wir das in Bild und Ton.

Wenn man sich handwerklich noch nicht zutraut mit Hammer und Amboss zu arbeiten, ist der Schlagdengel-Apparat genau richtig. Hier schlägt man auf 2 unterschiedliche Hülsen (Silber und Gold), welche wiederum den Dengel austreiben. Man muss mit dem Hammer nur die Hülse treffen und nicht so genau arbeiten wie mit Amboss und Hammer. Das Resultat nach den Durchgängen mit beiden Hülsen ist sehr gut und für den Anfänger ausreichend. Trotzdem sollte man später versuchen den Dengel, wenn möglich noch mit Hammer und Amboss für ein perfekten Ergebnis nachzuarbeiten.